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radiowagnis

ICH KOTZ TV / UNREDIGIERT

fern - sehen

durch die augen in das gehirn aufgelöstes eindringen von vorstössen unbekannter meinungsmacher manipulatoren und ihrer vermeindlich informativen mission.
eigentlich nur eine leuchtquelle im raum. ein paar bilder. geruchlos. saftlos. aber vom fachmann fabriziert und auf die sprünge in den brain geholfen.
hallo hier sind wir am empfänger saugen die zweifelhafte empfängnis mittlerweile der kritik unfähig in uns auf scharrende bilder ihr sang und klang
lug und betrug ohne gleichnis
es springen schneiden schreien schiessen oder versuchen sich im gespräch menschen die moderatoren sind anbiedernd wissen sie nichts und nicht mal das doch sie haben für uns beknackte fragen vorbereitet oder unvergleichliche sätze wie diesen - bleiben sie dran nach der werbung sehen sie das
ob die glauben das sagt uns was?
hingerissen allein oder tutti bindet das fern-sehen uns mit starrem blick an das loch im raum. cartoons mit schockierenden synchronisationen es flimmert nicht nur am unteren level der scham es lebe und lebt die losigkeit das ist auch alles was leuchtet in den unansprechenden kulissen der talkshows.
dort bewerfen sich menschen die man getrost als aus der gosse kommend bezeichnen darf mit dem müll ihrer erbarmungswürdigen unterentwickelten beziehungen sozialen unzulänglichkeiten. richter verurteilen menschen die ihr gesicht gleichzeitig zeigen und verlieren menschen die menschen spielen machen sich als vermeindliche kommissare zum hanswurst zwischen berichten aus der pathologie praeportagen und gameshows -  halligalli für kinder in denen entweder geschrien oder schwachsinn gesungen wird dort werden fragen gestellt die so behämmert sind das sie auch eine stehlampe beantworten könnte.
in den verkaufs-shows der omaausbeutungssender ringen frauen und männer in krumpeligen kostümen nach worten die niemand hören will und wenn dann nur weil schon lange niemand mehr zu dem empfänger gesprochen hat.

scheinbar unversehrte freie fest feist angestellte auch privat organisiert in der tondichtung mit bildern sind raffiniert diese nichtskönner adrett mager zwanghafte typen in geleasten anzügen todhässliche wetterfeen mit sprachfehler oder noch aparter mit gnadenlosem süddeutschen akzent auf den ja bekanntlich der rest der rublik so steht wie paolo pinkel auf die missionarsstellung. übermütige frauenärzte lassen keinen zweifel darüber offen wie lustig ihr schaffen ist so zwischen 9 und 10 zwischen muttis beiden grossen zehen. mannstolle prallbrüstige analphabetinnen lassen sich des nachmittags vor einem breiten publikum dem therapieplatz näher kommen hinter den kulissen besudelte seelen aller herren länder man schliesst wetten ab auf das wirkliche leben fiebernd und wartend auf die grosse ohren- und augenbläserei.
alles in allem ein meisterwerk eine verschwörung von gutbezahlten herumlungerern.

ach übrigens
fernsehen kann nicht zuhören
bei dem fernsehen was wir heutzutage zu sehen kriegen heisst die devise ganz klar
IS ZWAR SCHEISSE, DAS HIER, ABER MACHEN WIR, WIESO AUCH NICHT, VERSENDET SICH, MERKT EH KEINER
mal angenommen
ein platz ist frei ein platz ist frei zum senden. also ein fernsehfuzzi der mittleren ebene erhält die anweisung ein sogenanntes format zu erstellen sprich eine neue sendung oder show  überflüssigerweise aus der taufe zu heben. er bestellt bei einem abgebrühten schemafkonzepteschreiber die komplette geschichte mit allem pipapo und geht erstmal für einige stunden in die kantine. oder anders:
es wird eine lizenz für eine sendung aus dem ausland angekauft die dann hier mit schauderhaften verschnitten auf zwei beinen so lange kopiert sprich gesendet wird bis alle die mitmachen sich einbilden die junge maren gilzer zu sein sich gegenseitig während des grossen-grusel-finales an die gurgel springen oder höchst abenteuerlich eine neue identität annehmen um dann lieber gemüseschnitzelmaschinen in einkaufszonen feilzubieten also noch einmal auf die bretter die den irrsinn bedeuten hinauszugehen. worst case.
other case
an den herausforderungen der kreativität sowie einer entspannten frauwerdung gescheiterte geschöpfe namens casting-m-uschis mit schmalen lippen blonden fiselhaaren und dem humor eines toastbrots casten nun in ihren ebenfalls schlechtsitzenden h&m anzügen farblose personen ohne zahl und erzählen als einzige persönliche anwandlung wahrscheinlich um die atmosphäre etwas aufzulockern das sie keine kinder kriegen wollen obwohl sie niemand jemals danach fragen würde. und wenn dann stünde in diesem zusammenhang eigentlich nur eine frage im raum wie es jemals zur vervielfältigung kommen sollte ohne die verschleppung unschuldiger und der anwendung körperlicher gewalt.
im aufenthaltsraum des eiskalten castingstudios sitzen also opferwillige die vor lauter angst vorm leben und sterben im namen des senders sich nicht mal gegenseitig angucken können, tragische blicke in ihre unterlagen schrauben oder wie  eine frau die überschminkt überdreht  und überflüssig von einer unerfreulichen tussizwanghaftigkeit beseelt die nicht mal im sondern nur vor der tür zum haifischbecken auf hysterischer goldfisch macht - der an sich glaubt und das so das alle es hören mussten in den hörer ihres telefons fleht und versucht dabei noch tussifieberfröhlich zu klingen
castings sind der vorhof zur hölle castings sind eine moderne art der selektion von neurotikern psychotikern schlichten geschlechtern ja aber sogar beim fernsehen kann man mit den zweistelligen iq trägern nicht so wirklich was anfangen. das gilt natürlich nicht für frauen! die sind egal was oben so läuft oder auch nicht in allen etagen begehrtes arbeitsmaterial.

aus dem bedauernswerten haufen tritt nun eine art sieger hervor ein durch und durch farbloses bürschchen schwul wie die nacht  sinnlich wie eine schürfwunde mit geschwollenem getue und sichtlicher unkenntnis über sein total talentloses  theater. ein sieger für ein paar stunden sklave für ein paar jahre.
ein hochmütiger auf dem weg in die hölle ein wichtigtuer der einem zweifelhaften gott gefiel er freute sich darauf ihn schachmatt zu setzen sobald er das erste mal drauf sein würde auf sendung auf der scheibe würde er auch drin sein und dann war die kleine überhebliche schwulette nicht mehr sein eigener herr aber eine hübsche marionette mehr in dem lustigen verführungsstelldichein von mensch mattscheibe und mephisto.
wo ist denn eigentlich dieser gott für diese menschen
wenn nach drei sendungen der grosse schmus wieder abgesetzt wird? die wahren gründe für ein versenktes sendungskonzept kennen nur die götter und von denen gibts beim fernsehen mehr als in der griechischen mythologie

in der sogenannten pilotphase wird nicht nur der unsichere feind der wahrheit nüchtern. neben regisseuren deren hang zu cholerischen ungerechtigkeiten unaussprechliches leid bringen winken dem aspiranten sendervertragsverhandlungen mit dem charme eines saunabesuchs mit sabine christiansen.
da. der auftritt der super satinierten vonsichschonsehrschöneingenommenen senderobermuftis. die verteilen ein paar gewürzte bezüglichkeiten auf 360 grad basis  pinkeln den redakteuren routiniert  respektlos ans bein damit die es ja nicht wagen
irgendwelche kreativen nebenabsichten zu verfolgen sprich ne richtig geile show auf die beine zu stellen. herablassend bitten die angepissten  mit nun vollendst erwachtem karrieretrieb die ausstattungshirsel ohne bitte zu sagen darum ihre unansprechenden pappmachepeinlichkeiten
um stühle für prominente zu popeln damit die mal gleich wissen auf was für einem ärgerlichen niveau man hier gemeinsam im studio die volksverdummung organisiert. aber promis brauchen ja die doofen und die doofen brauchen promis. 
auffallend ist das aufgeklärte intelligente menschen immer mehr von der bildfläche verschwinden. wo gehen sie hin? zurück zur zeitung? warum mussten sie weg?
jedes original endet im fernsehen von heute abgesetzt aber als plagiat in der fakeshow.  eine schmutzige schöpfung die menschen wie sie sind einzutauschen gegen menschen die so sind wie einer will wie menschen zu sein haben die wir zu gesicht bekommen sollen. der einfach sagt das wollen die und ich hab recht denn ich bin gott. in diesem hause jedenfalls. solche sätze habe ich allen ernstes gehört aus dem mund eines mannes dessen scheitel mit meinem dekollté korrespondierte und der leider in seinem laden auch wirklich der oberste typ war da konnte man gar nichts gegen sagen.

als kind dachte ich es ist schöner in der glotze aber heute denke ich gottseidank ist das leben nicht so scheisse wie das leben im fernsehen!

es vernichten sich die verdachtsmomente das es nur unseren nicht aber den tod des senders geben wird.
ein zischen ein knacken ein sirren ein bisschen schnee und schon sitzen wir in den wirren eines bildes von uns selbst das jetzt noch langweiliger wirkt unbeleuchtet von nahem gesehen in der toten bildröhre die uns allein ohne das sehen abgestillt doch im raum ohne traum von mehr räumen das regal mit den büchern ignorieren lässt.
es ist tragisch zu sehen zu fern am anderen ende der galaxie eine einkehr eine verbesserung eine nachdenklichkeit. in dieser dimension da drinnen da draussen alles in allem es ist kein  überwältigendes medium
es ist nur ein behältnis der gleichmacherei
wenn überhaupt stellt uns das fernsehen nur eine frage das nicht mal hörbar
ist dieses fernsehen das beste was wir schaffen konnten? ist da wirklich nicht mehr drin an motiven an motivationen an mut in einem medium das so viele menschen erreicht? was für potentiale diese fragwürdige informationsleuchtstatt hat und wie wenig potent es ist etwas wirklich echtes schönes gutes anzubieten

doch der mensch eingelullt  von einer miesen möglichkeit des lebens von der wahrhaften schönheit abgenabelt billigt übertragungen die er vergessen hat in frage zu stellen nach der er nicht wirklich gefragt haben kann. nie war der mensch so frei so wohlgenährt  so aufgefangen von den anderen. doch davon ist nichts zu sehen. wir werden zermürbt durch banal ereignislose aufzeichnungen durch bilderkonserven die sich seit jahrzehnten unendlich zu wiederholen scheinen es umsäuseln uns sponsorenschöpfungen die schlau und schmutzig vorgeben schulter an schulter mit uns für den guten geschmack zu kämpfen. wir werden bedient ohne bestellt zu haben. wir kriechen fasziniert teils angeekelt durch diese verwirrende institution suchen benachrichtigungen über bewegende seltene gastspiele die sind dann auch schön hindern uns daran den kasten nicht auf oder unter dem balkon verschwinden zu lassen. es kann sehr tröstlich sein fern zu schaun und für einige zeit keiner mission zu folgen sondern nur einem etablissement einen besuch abzustatten einer welt in der welt mit einer wahl

das es für die kinder nicht gut ist nicht gut sein kann ahnen einige doch leider nicht alle. was wird aus den kindern die jeden tag stundenlang japanische mangas anstarren in denen es ausser um mord und totschlag nur um totschlag und mord geht? sie enden als kurze gruselige zeitungsnotiz

beim fernsehen betextet man bilder versucht zu schafffen das der zuschauer sich nicht nur dem flimmern hingibt. es soll noch redakteure geben die ihre worte wohlbedacht wählen und hinter farbenfroheit und familientouch fachlich farbecht  eine information transportieren...ehrlich gesagt sowas habe ich lange nicht gesehen. aber gehört. der rundfunk ist die hohe kunst der gutgemachten bildermalerei mit worten. wenn ein autor gut schreiben kann wird es für seine hörer phantastisch und sehr persönlich. er nimmt keinen einfluss mit seinen händen seinem gesicht seinem körper. er arbeitet mit tönen mit der stimme aber vor allem mit dem WAS er sagt.

es ist schade das das medium fernsehen soviel angst vor livesendungen bekommen hat die zeit im verlauf als qualität zu senden mit anderen zu teilen gleichzeitig zu sein das hat ein gutes recht das ist keinesfalls abgenutzt oder abgegriffen .
nur beim rundfunk kann man als macher wirklich lernen inhaltlich integer in seinem thema zu werden seinen bericht freihändig und ohne zu fremdeln in den pool der bekanntmachungen zu drahten und ohne bilder die ablenken von inhalten.

ich glaube das ist die antwort auf die einzige frage die fernsehen wirklich aufwirft.
man muss halt was rein machen - und wir sollten alle wissen und wollen was das ist. und nicht sollen was man sieht.


tine wagnis, 2006, letzte gedanken ums/am
tv arbeiten. kurz vor der werbung: am anus des mediengerschäftes RIESENGROSS+SCHEISSEonly.
danach war ich mit dem medium so durch das ich keine lust mehr hatte s.o. überhaupt noch korrektur zu lesen, zu korrigieren, vom rundfunk über die zeitung zum tv und dann ditte - echt unprofessionell aber auch recht richtig DURCH MITditte mit dem TV - ich kotze nach wie vor. Sie auch?

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Schweinderl